Bodenarbeit

Bodenarbeit dient normalerweise dazu, ein Pferd vor dem ersten Aufsitzen auszubilden. Immer mehr wird aber auch ihr Wert für schon ausgebildete Pferde erkannt. So ist die Bodenarbeit auch eine wunderbare Alternative zum Reiten, wenn ein Pferd krank oder alt ist oder einfach mal wieder Abwechslung braucht. Durch die Bodenarbeit achtet das Pferd mehr auf die Körpersprache seines Ausbilders und auch der Ausbilder wird sich seiner eigenen Körpersprache viel stärker bewusst.

All das, was man mit seinem Pferd macht, wenn man nicht reitet, ist im weitesten Sinne Bodenarbeit. Die Arbeit und Erziehung des Pferdes vom Boden bekommt – zu Recht – immer mehr Bedeutung in der Pferdeausbildung. Denn wenn das Pferd sich am Boden benimmt und die Rangordnung geklärt ist, sind Führ- und Longenarbeit, Anti-Scheutraining und Stillstehen kein Thema mehr.

Ausrüstung (je nach Art der Bodenarbeit)

  • Stabiles Halfter und/oder gut sitzenden Kappzaum
  • Trense mit Zügeln (Arbeit an der Hand)
  • Bodenarbeitsstrick ohne Panikhaken ca. 3 m lang
  • Dressurgerte 1 m – 1,2 m lang
  • Stabiles Schuhwerk, Handschuhe

Ziele der Bodenarbeit

  • Verfeinerung der Kommunikation von Mensch und Pferd
  • Kontrolle und Sicherheit in Alltagssituationen
  • Koordinations- und Bewegungsschulung
  • Vorbereitung auf das Reiten, Muskelaufbau

Besonders am Herzen liegt mir auch die Arbeit an der Hand, d. h. das Pferd wird mit Trense und Zügeln gearbeitet, der Ausbilder geht nebenher. Mit dieser Art Arbeit hat man die Möglichkeit, das Pferd ohne Reitergewicht an alle Lektionen zu gewöhnen, dabei aber schon die richtige Zügelführung zu gebrauchen und Anlehnung und Nachgiebigkeit zu fördern. Üblicherweise werden damit die Seitengänge erarbeitet und verfeinert sowie koordiniertes Rückwärtsgehen und selbstverständlich auch die Anfänge zur Piaffe eingeübt.

Zur Bodenarbeit gehört natürlich auch die Zirsensik, also Zirkuslektionen. Eine Impression von mir mit meinem Hengst Cody und meinem Oldenburger Aurum sehen Sie hier: